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Unser Mikaku Kenpo besteht aus
der Trinität
Dabei bildet das klassische Shotokan von Funakoshi
Gichin wie es im Karate-Dô Kyôhan beschrieben wird, unser
Grundkonzept, also den Kihon-
wie auch den Kata-TeilVom Bai He Quan sowie vom Okinawa Kenpo Karate fließen lediglich die einen oder anderen Bunkai-Elemente in
unterschiedlich komplexer Art und Weise ein. In diesem Sinne wollen wir
chinesische, okinawanische und japanische Elemente und Einflüsse zu einem für
uns idealen Ganzen vereinen. Dieses Nebeneinander der drei
dargestellten Systeme ist kein eigener Stil – haben wir doch keine eigenen
Techniken erfunden – sondern vielmehr eine ganz persönliche Interpretation
des Shotokan durch Rekurs auf seine okinawanischen und chinesischen Wurzeln,
was vermittels besonderer Einbeziehung von Elementen des Bai He Quan und der
Okinawa Kenpo-Stile in vorgenannter Ausrichtung erreicht werden soll.
Natürlich könnte insofern - falls jemandem daran liegt - das Mikaku Kenpo
auch als unsere persönliche Stilkreation bezeichnet werden. Nur entspricht
dies nicht der Realität. Denn wir haben nichts Eigenes erfunden, nichts Neues
gestaltet und auch nichts Bestehendes verändert. Vielmehr praktizieren wir
die fünfzehn klassischen Shotokan-Kata gemäß den Abbildungen im Kyôhan und
ziehen für das Bunkai eben die vorgenannten Stile heran, wobei aber jeder
Stil unverändert bleibt. D.h. wir vermischen die drei Systeme nicht
miteinander, sondern schöpfen neben anderen Quellen im Besonderen auch aus
diesen. Wir hätten hierfür auch jeden anderen Namen heranziehen können, denn
Namen sind lediglich eine Unterstützung, um etwas auszudrücken, aber es ist
eben Mikaku Kenpo daraus geworden. Auch für Funakoshi Gichin scheinen Namen nur vorübergehende relative
Ausdrucksformen gewesen zu sein. „Ich möchte meinen Lesern versichern, dass ich mich nicht dem
Irrtum hingebe, die von mir gewählten Namen seien unveränderbar und ewig. Ich
bezweifle nicht, dass in der Zukunft, da sich die Zeiten ändern, den Kata
immer wieder neue Namen gegeben werden. Und so sollte es auch sein“
(Funakoshi, 1993, S. 54).
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Letzte Änderung März 2008 |
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